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29 November

Die heutige Morgenmesse wurde von Kardinal Konrad Krajewski, dem Päpstlichen Almosenier, gefeiert. In seiner Predigt sprach er über den Hauptmann aus dem heutigen Evangelium, der Jesus um die Heilung seines Dieners bat. Er war ein Heide, wir kennen seinen Namen nicht, wir wissen nicht viel über ihn – aber wir wiederholen seine Worte in jeder Heiligen Messe: „Herr, ich bin nicht würdig …“ Dieser Mann lehrt uns den tiefen Glauben, den Jesus von uns erwartet. Das Evangelium ist das Wort, das uns jeden Tag leiten muss; es ist viel wichtiger als theologische Kommentare oder die Nachrichten.

 

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Am Vormittag berichtete uns Kardinal Krajewski von seinen Erfahrungen als päpstlicher Almosenier. Anhand vieler Beispiele zeigte er die wahre Barmherzigkeit, zu der die Kirche berufen ist. Den Armen, Obdachlosen und Bedürftigen zu helfen, ist unsere Verantwortung gemäß dem Evangelium. Kardinal Krajewski erinnerte an die Worte von Papst Franziskus und betonte die Notwendigkeit, jedem Menschen zu helfen. In den Armen kommt Christus zu uns.

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Im zweiten Teil des Vormittags hörten wir einen Vortrag von Sr. Gabriela Bottani, S.M.C., vom Netzwerk Talitha Kum; sie ist eine der prominentesten Verfechterinnen des Kampfes gegen den Menschenhandel in unserer Zeit. Taltiha Kum hat seinen Sitz in Rom am Hauptsitz der UISG und vereinigt Ordensgemeinschaften in einem gemeinsamen Dienst: Gebet und Aktion für die Opfer des Menschenhandels. Anhand von Statistiken und Grafiken zeigte Sr. Gabriella das Ausmaß des Problems auf, das von häuslicher Gewalt, Kindersoldaten, sexuellem Missbrauch, Ausbeutung bei der Arbeit und Belästigung bis hin zu Einwanderern und Flüchtlingen reicht. Jedes Jahr im Februar, am liturgischen Gedenktag der sel. Josephina Bakhita, begeht die Kirche einen Tag der Solidarität mit den Opfern von Menschenhandel und versucht, das Bewusstsein für die Universalität dieses Problems und die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen zu schärfen.

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Am Nachmittag sprachen wir über verschiedene Apostolate. Sr. Simone Hachen, SAC, aus Deutschland berichtete über ihre Arbeit als Sozialarbeiterin und in der Hilfe für Migranten und Flüchtlinge. Sr. Alda Isa Paes, SAC, stellte verschiedene Aktivitäten zur Stärkung von Frauen und Kindern vor. Ihre Sichtweise umfasste die ganze Perspektive von Gesellschaft und Kirche und enthielt sehr eindrückliche Beispiele aus ihrer Arbeit in der Beratung und der praktischen Hilfe für betroffene Frauen und Kinder.

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Dann hörten wir Sr. Hanna Kiedrowska, SAC, die mit Kardinal Krajewski zusammenarbeitet und an ihrem freien Tag jede Woche in den Duschen für die Armen und bei der Lebensmittelverteilung hilft. Wir hörten auch das Zeugnis von Herrn Adam Piekarski, einem Künstler aus Polen, der wegen seines Alkoholismus obdachlos wurde und einige Jahre lang elend auf den Straßen von Rom lebte. Dank der Hilfe von P. Leszek Pyś, CSsR, der wie Sr. Hanna mit Kardinal Krajewski zusammenarbeitet und bei den Armen Roms tätig ist, konnte er seine Sucht überwinden und ist nun wieder als Künstler tätig.

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In diesem Jahr wurde er gebeten, die Weihnachtsmarken für die Vatikanpost zu entwerfen. Die Kapitularinnen empfanden diese Vorträge und Zeugnisse als sehr bereichernd und berührend. Wir hörten von vielen Erfahrungen, Geschichten und Aktivitäten „aus erster Hand,“ und die Diskussion über diese Themen wird sicherlich unter uns noch weitergehen. Wir schlossen den Nachmittag mit der Vesper in der Aula ab.

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